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Anfang der Unternehmenstätigkeit durch Personen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz in Polen.


Anfang der Unternehmenstätigkeit durch Personen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz in Polen

Die Bedingungen des Anfangs der Wirtschaftstätigkeit sind im Gesetz vom 2. Juli 2004 über Freiheit der Wirtschaftstätigkeit geregelt. Laut Artikel 13 des oben genannten Gesetzes können die folgenden Kategorien von Ausländern Wirtschaftstätigkeit nach denselben Regeln wie polnische Bürger anfangen und durchführen:

  • Ausländer aus den EU-Mitgliedstaaten,
  • Ausländer aus den EFTA-Mitgliedstaaten (die Europäische Freihandelsassoziation) – Parteien des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum
  • Ausländer aus den Staaten, die keine Parteien des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind, aber welche aufgrund des zwischen diesen Ländern und der Europäischen Unio
    n und ihren Mitgliedstaaten abgeschlossenen Abkommens von der Freiheit der Wirtschaftstätigkeit profitieren können.

 

Der im obengenannten Gesetz befindliche Begriff „ausländische Person“ bedeutet:

  • natürliche Person ohne polnische Staatsangehörigkeit,
  • juristische Person mit Sitz im Ausland,
  • rechtsfähige Organisationseinheit mit Sitz im Ausland, die keine juristische Person ist.

Es bedeutet, dass Personen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz die Unternehmenstätigkeit nach genau den gleichen Grundsätzen wie die Polen anfangen können.

Die natürlichen Personen sind verpflichtet, sich in das Zentrale Gewerberegister (Centralna Ewidencja i Informacja o Działalności Gospodarczej – CEIDG) einzutragen.

Alle Personen dürfen gründen:

  1. Personenhandelsgesellschaften:
    • offene Handelsgesellschaft;
    • Partnerschaftsgesellschaft;
    • Kommanditgesellschaft;
    • Kommanditgesellschaft auf Aktien;
  2. Kapitalhandelsgesellschaften:
    1. Gesellschaft mit beschränkter Haftung;
    2. Gesellschaft auf Aktien;
  3. Genossenschaft;
  4. Zweigniederlassung eines Auslandsunternehmers;
  5. Auslandsvertretung eines Auslandsunternehmers;

Gemäß Artikel 14 des obengenannten Gesetzes können natürliche Personen am Tag, an dem der Antrag auf Eintragung in das Zentrale Gewerberegister eingelegt wurde, die Wirtschaftstätigkeit beginnen. Was Handelsgesellschaften betrifft, ist die Eintragung in das Unternehmensregister des Landesgerichtsregisters (KRS) für ihre Entstehung maßgebend.  Trotzdem können diese Unternehmen vor der Eintragung als Vorgesellschaften in eigenem Namen handeln.

 In einzelnen Tätigkeitsbereichen muss man vor dem Anfang die Erlaubnis der Aufsichtsbehörden einholen,
die als Konzession (z. B. Brennstoffhandel), Genehmigung (z. B. Alkoholhandel) oder Lizenz (z. B. Straßen- und Bahntransport) ausgestaltet sind.

In manchen Fällen ist auch Eintragung in das Register für regulierten Tätigkeiten notwendig (z. B. Wechselstube).

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar, sondern dient ausschließlich der allgemeinen Information. Wenn Sie eine rechtliche Beratung brauchen, nehmen Sie Kontakt mit einem Anwalt auf.

Tomasz Nowak

Tomasz Nowak

Rechtsanwalt